WOLFGANG PUSCHNIG


Wolfgang Puschnig ist einer der bedeutendsten europäischen Jazzmusiker, einer der prominentesten Vertreter des österreichischen Jazz nach Joe Zawinul. Als Multiinstrumentalist, der sich mit Flöte und Piccoloflöte, Alt- und Sopransaxophon, Alt- und Bassklarinette, exotischer Shakuhachi und Hojok auskennt, ist er in einem breiten Spektrum von Bereichen aktiv, von traditioneller und klassischer bis hin zu ethnischer und avantgardistischer Musik. Als Kosmopolit gestaltet Wolfgang Puschnig seine eigenwillige Klangwelt, vergisst dabei aber nie seine eigenen Wurzeln; Seine elegischen Intonationen, sein melodischer Stimmausdruck und seine erstaunliche Virtuosität tragen zu seinem persönlichen Stil bei (Foto: Der Maurer).

Wolfgang Puschnig wurde in Klagenfurt, Österreich, geboren und wuchs umgeben von Volksmusik auf, die schließlich Teil seines musikalischen Universums wurde. Nach seinem Schulabschluss 1974 studierte er Saxophon, Flöte und Musikwissenschaft in Wien. 1977 gründete er zusammen mit dem Pianisten Mathias Rüegg das Vienna Art Orchestra (VAO), ein einzigartiges Orchester, mit dem er bis 1989 zusammenarbeitete. Wolfgang Puschnig war Hauptsolist in vielen legendären Programmen des VAO wie Concerto Piccolo (1980), From No Time to Rag Time (1982), The Minimalism of Erik Satie (1984) und Lonely Nightride of a Saxophone Player (1985).

Neben der Zusammenarbeit mit dem äußerst einfallsreichen Vienna Art Orchestra arbeitet Wolfgang Puschnig regelmäßig mit Carla Bleys Very Big Band (seit 1985), dem Free-Funk-Trio mit Bassistin Jamaaladeen Tacuma, der koreanischen Percussion-Gruppe Samul Nori (seit 1987), den Ensembles Megadrums, Red Sun und zusammen Grey, die Sängerinnen Lauren Newton und Linda Sharrock, der Geiger Mark Feldman und der Schlagzeuger Milton Cardona. Wolfgang Puschnig leitet außerdem seine Gruppen Air Mail, Pat Brothers und AM4. Nachdem er sich in seiner Jugend mit seiner in Klagenfurt ansässigen Folk-Jazz-Gruppe Sokrates Sixtinic Bongoloids mit Jazz auf der Grundlage alpiner Folklore beschäftigt hatte, pflegte er diese Richtung 1991 im Projekt Alpine Aspects mit dem Bassisten Jamaaladeen Tacuma und dem Trompeter Herbert Joos weiter wurde ihm die Ehrendoktorwürde seiner Heimat Alpen-Adria-Universität Klagenfurt verliehen. 1998 erhielt er den Hans-Koller-Preis als bester Musiker des Jahres.

Als virtuoser Solist und findiger Musiker tritt er regelmäßig in verschiedenen internationalen Formationen auf, außerdem unterrichtet und komponiert er für Film und Theater.

Quelle: https://www.puschnig.com